Sonntag, 29. März 2015

Leben mit Fremden


Nicht immer einfach in der heute schwierigen Weltlage. Es vergeht kein Tag, wo wir nicht von schrecklichen Unglücken, Krieg und Kämpfen, von Hunger und Heimatlosigkeit, über Vertriebenen unterrichtet werden.

Deutschland ist ein beliebtes Einwanderungsland. Viele unzählige Flüchtlinge, aus den verschiedensten Nationen, kommen zu uns.

Das jedoch stellt uns vor große Herausforderungen. Wohin mit diesen vielen Menschen? Es fehlen vernünftige Unterkünfte, entsprechend internationale Klassen in den Schulen. Es fehlt an schneller Überprüfung, ob Asyl gewährt kann. Eine Riesenaufgabe, die kaum mehr überschaubar ist. Man funktioniert ---.

Die Helfer, sowie die Ankömmlinge brauchen in erster Linie Zeit. Diese Menschen verstehen unsere Sprache kaum, meist auch keine weitere Fremdsprache. Wie soll das funktionieren?

Es gibt Kinder, die hier die Schule besuchen müssen. Das ist gesetzmäßig geregelt. Das „WIE“ oft fragwürdig. Sie fühlen sich nicht wohl, sind verängstigt, verstummen, verschließen sich. Diese Sprachlosigkeit hindert auch, auf die menschlichen Bedürfnisse dieser Menschen einzugehen. Überforderung ist alltäglich.

Was kann der einzelne Bürger tun, um diese Not und Hilflosigkeit zu lindern?

Der erste Schritt bedeutet Vorurteile abbauen, Menschlichkeit aufbauen, in kleinen Schritten helfen. Jede, auch noch so kleine Geste kann helfen. Nur so kann es zu einer Völkerverständigung und einem gesunden Miteinander kommen.
Es gibt Vereinigungen, die sich über jeden noch so kleinen Einsatz freuen. Auch privat sehe ich Möglichkeiten verschiedenster Art.

Selbst setzte ich mich seit 10 Jahren für junge Menschen ein. Lerne mit ihnen unsere Sprache, helfe bei Behördengängen, lese vor, zeige die Heimat im kleinen Rahmen. Manchmal schenke ich einfach nur mein Ohr. --- Immer wieder erlebe ich Dankbarkeit und Freude.
Leider werden diese „Hilfsideen“, die vielleicht fruchten könnten, zu wenig gestützt. Hier setzt die Bürokratie ein und erschwert die Umsetzung. Man setzt gerne auf das Ehrenamt, ohne entsprechende Unterstützung. … Das Geld fehlt. Für Bildung sollte Geld vorhanden sein. Bildung schafft Zukunft. War es nicht so? Ohne Sprache, ohne Schulabschluss keine Zukunft. Berufslos und ohne Zukunft wird es noch teurer.

Diese Kinder sind durchaus intelligent und wollen lernen. Doch in überfüllten Stammklassen, ohne ein Wort zu verstehen, ist ein Vorankommen fast undenkbar.
Kleine Gruppen, Anschauungsunterricht zum Anfassen, Sprachlabore sind dafür ein MUSS.

Hoffen wir auf einen Wandel, auf ein gesundes Miteinander, auf manifestierte Hilfen, auf Geld für Schule und Bildung. Nur so werden wir weitere Krisen verringern.
Und sie brauchen uns, die Menschen mit Herz. Wir könnten in eine ähnliche Situation kommen .... .

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